Archiv des Autors: Antje

Goodbye Dänemark


Aufgestanden sind wir, mehr oder weniger fit, gleich wird Auto gepackt, überflüssige Bettwäsche entsorgt und dann in aller Ruhe gefrühstückt, dass letzte mal zusammen 😦
Unser Tourteilnehmer aus BO ist bereits in seiner Heimat gelandet und das zum Glück auch heil und glücklich. Der Rest von uns startet 9 Uhr nach Rodby zum Übersetzen nach Puttgarden und nach Gedser zum Übersetzen nach Rostock. In diesem Sinne darf ich liebe Grüße von allen Teilnehmern nach Hause schicken und bis später…


Und da…


…sitzen wir nun, in unserer letzten Herberge in der Empfangshalle, lachen, trinken Bier und lassen die geschehenen Dinge an uns vorbei laufen, geben Zitate wieder und genießen die letzten Stunden gemeinsam, aber bevor ich mehr erzähle fang ich mal am Anfang an…

Unsere letzte Unterkunft muss hier erwähnt werden, wir nächtigten auf einem Segelschiff mitten in der Innenstadt von Stockholm. Der Blick ging auf den Hafen und das Schloss. Mal wieder ein Traum aber diesmal schon seit dem Aufstehen. Unser Frühstück war Schwedisch und zwischen ca.80 Frauen, da ein Marathon stattfand. Es war sehr unterhaltsam.
Wir starteten 9 Uhr und fuhren erstmal mit 6 Fahrzeugen vor dem Königspalast vor um die Wachen sichtlich zu verunsichern und Fotos zu machen. Anschließend verließen wir Stockholm ganz unauffällig ohne Bussspuren oder ähnliches. Wir stoppten in Husqvarna, besuchten das Museum. Weiter ging die Tour mit erlaubten 110 km/h zur Öresundbrücke und bestaunten das wahnsinnige Bauwerk!!! Es ist einzigartig und wir hielten mal wieder unerlaubt auf dem Standstreifen um Fotos zu machen… sonst hätten wir keine Chance gehabt sie euch zu zeigen 🙂 Wir sahen u.a. auch zahlreiche Windparks die mitten im Meer standen, ebenfalls der Wahnsinn für uns „Flachlandtiroler“.
Gleich nach dem „Brücken-Insel-Tunnel“ fuhren wir in Kopenhagen ein und besuchten diese ebenfalls tolle Stadt, leider ohne Reiseführer, dieser startete um die Fähre nach Deutschland zu bekommen. Kopenhagen ist eine ebenfalls tolle und atemberaubende Stadt, wir hatten mal wieder super Wetter und danken dem Wettergott, dass er scheinbar ein Roadsterfan ist. Wo wir gerade bei bedanken sind, wir danken allen unseren Mechanikern, die unsere Autos so fit gemacht haben, dass wir keinen Schaden zu vermelden haben, bis auf ein paar defekte Glühlampen! Ihr seit super, ohne euch wär das so nicht möglich gewesen!!!
Letztendlich sind wir in dieser Herberge gelandet, wo wir immernoch in der Eingangszone sitzen und lachen…

Morgen starten unsere Fähren ca. 11 Uhr in beide Richtungen nach Deutschland, diesen Moment erwarten wir mit gemischten Gefühlen… wir haben uns in 14 Tagen so aneinander gewöhnt und es macht einfach nur Spaß miteinander, von Lagerkoller keine Spur. Auf der anderen Seite freuen wir uns auf eigene Betten, Duschen und Toiletten nah dem Zimmer und auf euch, die uns so super die Treue halten! Hier angekommen möchte ich euch sagen, vielen Dank, dass ihr uns bis hierher gefolgt seit und fleißig lest, wir zählen am Tag ca. 300 Zugriffe und erfreuen uns über jeden Kommentar der von euch kommt! Das ermutigte uns auch immer wieder Netz zu suchen, Texte zu schreiben, Bilder zu suchen und glaubt uns, nach 12h Autofahren ist das nicht immer einfach! DANKESCHÖN!!!!


Stockholm


Guten Morgen Deutschland!
Wir starten in Stockholm mit 18 Grad, blauen Himmel und Sonnenschein, was fuer ein Traum!!!  Nachdem wir gestern nur 380km zurueck zulegen hatten, kamen wir 12Uhr in Stockholm an und fuhren gleich verbotenerweise ueber die Busspur, unsere Navis sagten „Biegen Sie rechts ab“ und das taten wir 🙂
Wir besichtigten mit unserem Reiseleiter aus Nuernberg das schöne Stockholm und genossen diese tolle Stadt. Wir sprechen eine Empfehlung aus 🙂 die Menschen hier sind sehr freundlich und man wird mit offenen Armen empfangen.

Gleich, um 9Uhr startet unsere Tour fuer eine mörderische Strecke von 700km ueber Husqvarna, die Öresundbruecke nach Kopenhagen, wo wir die nächste Stadt unter „die Lupe“ nehmen werden.
Wenn wir Internet haben, seht ihr heute abend Bilder und Text.


Goodbye Norway, welcome Sweden!


Nach einem ausgiebigen und leckerem Frühstück verabschiedete sich unsere ältester Tourteilnehmer in Richtung Bergen, wo er noch 1 Woche das schöne Norwegen genießen möchte.
Leider war nun unsere Zeit in Norwegen auch vorbei. Wir stoppten auf die letzte Minuten an der Tax Free Stelle zur Einreise in die EU und bekamen unser zukünftiges Tankgeld ausgezahlt, das wir zuvor in Norwegen an Steuern zuviel zahlten.
Unser Weg führte uns nach Karlstad (Hertie fanden wir nicht :-)). Die Temperaturen lagen bei ca.18 Grad, was oben ohne Fahren erlaubte. Regelmäßige Schauer zauberten einen wunderschönen Regenbogen an den Himmel.
In unsere ehemaligen Kaserne angekommen, beschlossen wir was essen zu gehen. Der Fussweg führte uns in die Altstadt, in ein gut besuchtes Lokal. Dort gab es keine Pizza und Pasta sondern was richtiges zu essen und genossen Wiener Schnitzel mit Kartoffeln! Es war super lecker, dabei vergaßen wir fast, dass dies umgerechnet 20 Euro kostete.
Die Herren unter uns betrachteten mit großen Augen und offenen Mund die blonden Damen in ihren kurzen Röcken. Für die Damenwelt gab es zu meinem Bedauern nichts zu sehen.
Morgen gehts nach Stockholm und das in nur 300km, die rutschen wir doch auf einer A* backe ab 🙂 danach wird Stockholm zu Fuss erkundet und wir freuen uns richtig!


Nordkap!


Unsere Fahrt zum Höhepunkt der Tour, dem Nordkap, begann erneut um 8 Uhr. Durch die Mondlandschaft fuhren wir immer geradeaus und grüßten 100te von Rentieren. Die gefühlten 1000 toten Lemminge [ Erläuterung mit Videos: Link ] ließen wir links liegen (manche auch rechts) und konzentrierten uns nur auf unser Ziel, mit der Hoffnung, dass das Wetter besser wird. Unser Mitglied aus HAL glaubte immer an das Gute und versuchte die Mannschaft aufzubauen, dass wir am Ziel sicher blauen Himmel und Sonnenschein haben.
Wir passierten den ca. 7 km langen Nordkaptunnel und zahlten pro Fahrt ca.25 Euro. Die Fahrt ging kilometerweise runter, geradeaus und dann wieder hoch, sowas hat man noch nicht gesehen, zumal hier fast alle Tunnel mehr oder weniger naturbelassen sind.
Nach dem Tunnel hofften wir immer wieder, dass das Wetter besser wird und passierten die Pforte zum Nordkap jeweils um ca. 20 Euro erleichtert. Am Zielort unserer Reise angekommen zog auch das letzte Mitglied unserer Reisegruppe sein extra angefertigtes Nordkap-Crew T-Shirt an, packten uns teilweise dick ein und zogen, sofern vorhanden, Regensachen an, denn es waren 9 Grad und es gab Dauerregen.
Wir shoppten, tranken Kaffee, aßen keinen teuren Keks und warteten, das das Wetter aufreißt, um endlich die ersehnte Kugel zu sehen und Fotos zu machen. Leider passierte das nicht, der Regen wurde mehr. Wir ließen uns davon nicht abschrecken und posierten im beinahe waagerechten Regen ganz tapfer an der Kugel und genossen es, dass der Nordpol nur noch 2.000 km weg ist und nördlich unseres Standorts nur noch Grönland kommt und weiter nix. Diese Vorstellung gestaltete sich eher schwierig, denn wir sahen nicht einmal den Atlantik, der wohl direkt unter uns lag, aber wir beschlossen, wir waren nicht das letzte mal dort! Es ist atemberaubend…
Wir verließen das Kap und fuhren ca. 20km mit 25km/h wieder runter, der Nebel war zu stark und die Rentiere zu gefährlich, denn keiner von uns wollte eine Kühlerfigur haben 🙂

Wir erreichten am Abend unsere Unterkunft, die Husky Farm. Am liebsten würden wir welche mitnehmen, aber das wird wohl nix werden, denn wir haben immer weniger Platz von den ganzen Andenken…

[Edit Cessybaers Erklärungslink zu Lemingen]


Nordkap!



Alta


Gestern war kein Internet zur Verfügung und auch jetzt sind wir kurz an der Tankstelle und laden nur den Artikel von gestern hoch.

Nach einer hervorragenden Nacht in unserer hervorragenden „Notunterkunft“ trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück und einer kleinen „Lagebesprechung“ zu mittlerweile gewohnt früher Stunde.

Am heutigen Tag vergrößerte sich unsere Gruppen um eine weitere Person, die wir am Tag zuvor vor der nicht mehr existenten Jugendherberge kennengerlernt hatten. Tobias, ein Student aus Dresden der per Anhalter auf dem Weg zum Nordkap ist, schloss sich unserer Gruppe für einen Tag an nachdem wir ihm anboten ihn mitfahren zu lassen.

Unser erster Stop war der Polar Zoo um endlich einen lebendigen Elch zu sehen. Nach
umgerechnet 20 Euro Eintritt bezahlen mussten sahen wir Hausschweine, Gänse, Elche, Bären, Wölfe uvm. Wir stellten fest, dass Elche keine Bananen und Gurken fressen, sich aber streicheln lassen, ganz weich sind und das Geweih behaart ist. Und einer unserer Teilnehmer fand unter erheblichem Körpereinsatz und leicht unfreiwillig herraus wie sie doch auch Ihren Besuchern Aufmerksamkeit schenken, die sie sonst so beharrlich ignorieren.
Am Bärenappartment traf unser Cessybärs seine Familie und knutsche keinen Elch sondern den Bären.
Wir fuhren ganz gemütlich unsere 80km/h, nutzten die Kurven aus und erschraken, denn plötzlich tauchten Rentiere vor uns auf u.a. ein Albino. Nachdem die Herden sich nach Hupen über die Straße bewegten ging unser Weg weiter zu unserem letzten Punkt vor dem Nordkap, Alta. Hier angekommen, bezogen wir unsere 4er Zimmer, gingen Einkaufen, fuhren Tanken und besuchten ein Restaurant in dem wir Rentier gegessen haben. Wie es schmeckt? Naja, geht leicht in Richtung Wild aber ganz mild im Geschmack. Kurz, die 25Euro für das Essen haben sich gelohnt, wann werden wir wieder Rentier essen? Wir beschlossen aber das wir nächste Woche mehr kochen werden. Beim Verlassen des Restaurants kamen wieder diese Autotouristen… aber das sind wir auf unserem Weg zum Kap gewöhnt.