Farbspiele auf 524 KM und 2 Fähren


Nach einem ausgiebigem Frühstück inkl. Befüllen der „Doggy-Bags“ im Best Western Hotel in Narvik, starteten die heutige Tour. Nach einigen Tagen dichter Bewölkung und viel Regen, zeigte sich heute die Sonne sehr oft und sorgte den ganzen Tag im Zusammenspiel mit den Wolken für spektakuläre Farbspiele. Am Morgen zeigten sich noch herrliche, dünne Wolkendecken über dem Fjord.

Das überwiegend trockene Wetter kam natürlich auch dem hervorragenden Handling unserer Roadster entgegen, es machte noch mehr Spaß die vielen Kurven und Bergpassagen unter die Räder zu nehmen. Unterwegs gab es wieder die überwältigende Natur zu bewundern. Flüsse, Wasserfälle, verschiedene Gesteinsfarben und grüne Wälder, beeindruckende Lichtspiele mit Sonne und Schatten auf den Fjorden…. Man muss es selber erlebt haben um die Gefühle die dabei entstehen nachempfinden zu können. Unglaublich auch welche Wirkung die Sonne hat, bei kleinen Pausen im T-Shirt in der Sonne zu stehen, die Wärme aufzunehmen und zu spüren, das Thermometer stieg auch nördlich des Polarkreises auf über 16 Grad. Was stand noch an? 2 Fähren, wieder eine zweigteilte Gruppe auf der diesmal  Roadster inkl. dem Autor  R17 genießen durften.

Aktuell ist es sogar still in unserer einfachen Herberge, hungrige Münder genießen das selbstgekochte Abendessen. Sollte die Stille länger anhalten, liegt es an den selbstgepflückten Pilzen, die von einer Beifahrerinsowie dem längsten Mitfahrer mit Luchsaugen entdeckt und gleich gekocht zur Pasta serviert haben.

Was dem Verfasser dieser Zeilen noch aufgefallen ist:

–          Weiterhin sind wir anscheinend in der Insektenfreien Zeit unterwegs, Autan und Anti-Brumm blieben fast unbenutzt.

–          Zu den unzähligen Holzhütten, Anglerhütten und Wohnwagen auf den Grundstücken: Anscheinend besitzt jeder Norweger mindestens eine eigene Hütte in diesem Land.

–          Zu den Autos am Straßenrand: In Deutschland würde man das Schlimmste vermuten wenn irgendwo in der Prärie Autos am Straßenrand stehen. Hier gehört es zum Straßenbild, ab und zu mag es sich um Blitzer handeln, meistens aber wohl um Angler und Touristen, die irgendwo am Fluss sitzen oder zu Fuss zu einer gut versteckten Hütte laufen.

– Manche Mitreisenden werden dazu gezwungen Salat zu essen, ich hoffe das hat keine schädliche Nebenwirkungen.

–          Mit den Benzinpreisen ist mir gestern ein Fehler unterlaufen, auch in Norwegen kostet der Liter nur ca. 1,80 Euro. Die Versorgung auch mit 98 Oktan ist fast überall gewährleistet.

Morgen ist dann unser letzter Tag in Norwegen. Dank der Waschbox bei Shell werden ein  blaues und schwarzes Coupe dabei einen glänzenden Auftritt haben.

So long….


Gruppenfotos


Gruppenfoto am Polarkreis

Gruppenfoto am Nordkap


Impressionen



3 – Länder-Tour mit 629 KM


Nach einer ruhigen Nacht in den wunderschönen Hütten der Husky-Farm, startet um 8:15 Uhr die ca. 629 KM Tour des heutigen Tages. Als Besonderheit durchfuhren wir heute mit Norwegen, Finnland und Schweden 3 Länder an einem Tag, um letztendlich wieder in Narvik / Norwegen im uns wohl bekannten Best Western Hotel anzukommen.

Auf teilweise sehr huppeligen und abenteuerlichen Straßen, erlebten manche Fahrzeuge das Gefühl der kurzen Schwerelosigkeit und das wilde Flackern der ESP Leuchte.

Das Thermometer stand deutlich unter 10 Grad Celsius. In Finnland und Schweden kamen wir auf richtig hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten, durfte man hier doch tatsächlich erlaubte 100 KM/H, auf größtenteils leeren Straßen fahren. Der Verfasser dieser Zeilen erfreute sich erneut über die Investition in die Nachrüstung des Tempomaten/Speed-Limiters. Der Durchschnittsverbrauch blieb trotzdem deutlich unter 5 Litern. In Finnland erfreuten uns zudem Benzinpreise unter 2 Euro pro Liter und im Vergleich zu Norwegen günstige Lebensmittel Preise im Supermarkt und im Souvenirshop.

Das Wetter zeigte sich zum Großteil regnerisch, die abwechslungsreiche Natur konnte man während der Fahrt trotzdem genießen. Durch die lange Tour fuhren wir anscheinend durch verschiedenene Klimazonen bzw. erlebten wir den Fortschritt der Jahreszeiten. In Finnland war die Färbung der Bäume von gelb über rot bis grün, in Schweden eher gelb bis grün und in Norwegen überwiegend grün. Die verschiedenen Felslandschaften / Strukturen, Wälder, Heidelandschaften, Mooren, Seen, Fjorden und flachen Landstraßen bis zu kurvigen Bergstrecken war für den Genußfahrer und Naturliebhaber wieder alles was das Herz begehrt dabei.

Um flüssig voranzukommen bildeten sich auch heute wieder 2 Gruppen, die in etwa der gleichen Zeit am Ziel ankamen. So kann individuell auf Foto-Stops und Pausenwünsche eingegangen werden.

Die Schönheiten und Besonderheiten erlebt sicher jeder unterschiedlich, jeder ist jedoch begeistert und kann sich nicht sattsehen. In Worte zu fassen ist das nicht, trotz der Konzentration auf die Strecke ist es entspannend und anstrengend zugleich, genügend Zeit im Auto für Musik, Hörbücher, Ruhe, Tipps über Natur per Funk von Mitfahrern, seinen Gedanken nachhängen oder die Luft zu genießen. Die Routenplanung von Cessybears ist wirklich sehr gut ausgewählt.

Begeisterte Grüße in die Heimat….


Nordkap!


Unsere Fahrt zum Höhepunkt der Tour, dem Nordkap, begann erneut um 8 Uhr. Durch die Mondlandschaft fuhren wir immer geradeaus und grüßten 100te von Rentieren. Die gefühlten 1000 toten Lemminge [ Erläuterung mit Videos: Link ] ließen wir links liegen (manche auch rechts) und konzentrierten uns nur auf unser Ziel, mit der Hoffnung, dass das Wetter besser wird. Unser Mitglied aus HAL glaubte immer an das Gute und versuchte die Mannschaft aufzubauen, dass wir am Ziel sicher blauen Himmel und Sonnenschein haben.
Wir passierten den ca. 7 km langen Nordkaptunnel und zahlten pro Fahrt ca.25 Euro. Die Fahrt ging kilometerweise runter, geradeaus und dann wieder hoch, sowas hat man noch nicht gesehen, zumal hier fast alle Tunnel mehr oder weniger naturbelassen sind.
Nach dem Tunnel hofften wir immer wieder, dass das Wetter besser wird und passierten die Pforte zum Nordkap jeweils um ca. 20 Euro erleichtert. Am Zielort unserer Reise angekommen zog auch das letzte Mitglied unserer Reisegruppe sein extra angefertigtes Nordkap-Crew T-Shirt an, packten uns teilweise dick ein und zogen, sofern vorhanden, Regensachen an, denn es waren 9 Grad und es gab Dauerregen.
Wir shoppten, tranken Kaffee, aßen keinen teuren Keks und warteten, das das Wetter aufreißt, um endlich die ersehnte Kugel zu sehen und Fotos zu machen. Leider passierte das nicht, der Regen wurde mehr. Wir ließen uns davon nicht abschrecken und posierten im beinahe waagerechten Regen ganz tapfer an der Kugel und genossen es, dass der Nordpol nur noch 2.000 km weg ist und nördlich unseres Standorts nur noch Grönland kommt und weiter nix. Diese Vorstellung gestaltete sich eher schwierig, denn wir sahen nicht einmal den Atlantik, der wohl direkt unter uns lag, aber wir beschlossen, wir waren nicht das letzte mal dort! Es ist atemberaubend…
Wir verließen das Kap und fuhren ca. 20km mit 25km/h wieder runter, der Nebel war zu stark und die Rentiere zu gefährlich, denn keiner von uns wollte eine Kühlerfigur haben 🙂

Wir erreichten am Abend unsere Unterkunft, die Husky Farm. Am liebsten würden wir welche mitnehmen, aber das wird wohl nix werden, denn wir haben immer weniger Platz von den ganzen Andenken…

[Edit Cessybaers Erklärungslink zu Lemingen]


Nordkap!



Alta


Gestern war kein Internet zur Verfügung und auch jetzt sind wir kurz an der Tankstelle und laden nur den Artikel von gestern hoch.

Nach einer hervorragenden Nacht in unserer hervorragenden „Notunterkunft“ trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück und einer kleinen „Lagebesprechung“ zu mittlerweile gewohnt früher Stunde.

Am heutigen Tag vergrößerte sich unsere Gruppen um eine weitere Person, die wir am Tag zuvor vor der nicht mehr existenten Jugendherberge kennengerlernt hatten. Tobias, ein Student aus Dresden der per Anhalter auf dem Weg zum Nordkap ist, schloss sich unserer Gruppe für einen Tag an nachdem wir ihm anboten ihn mitfahren zu lassen.

Unser erster Stop war der Polar Zoo um endlich einen lebendigen Elch zu sehen. Nach
umgerechnet 20 Euro Eintritt bezahlen mussten sahen wir Hausschweine, Gänse, Elche, Bären, Wölfe uvm. Wir stellten fest, dass Elche keine Bananen und Gurken fressen, sich aber streicheln lassen, ganz weich sind und das Geweih behaart ist. Und einer unserer Teilnehmer fand unter erheblichem Körpereinsatz und leicht unfreiwillig herraus wie sie doch auch Ihren Besuchern Aufmerksamkeit schenken, die sie sonst so beharrlich ignorieren.
Am Bärenappartment traf unser Cessybärs seine Familie und knutsche keinen Elch sondern den Bären.
Wir fuhren ganz gemütlich unsere 80km/h, nutzten die Kurven aus und erschraken, denn plötzlich tauchten Rentiere vor uns auf u.a. ein Albino. Nachdem die Herden sich nach Hupen über die Straße bewegten ging unser Weg weiter zu unserem letzten Punkt vor dem Nordkap, Alta. Hier angekommen, bezogen wir unsere 4er Zimmer, gingen Einkaufen, fuhren Tanken und besuchten ein Restaurant in dem wir Rentier gegessen haben. Wie es schmeckt? Naja, geht leicht in Richtung Wild aber ganz mild im Geschmack. Kurz, die 25Euro für das Essen haben sich gelohnt, wann werden wir wieder Rentier essen? Wir beschlossen aber das wir nächste Woche mehr kochen werden. Beim Verlassen des Restaurants kamen wieder diese Autotouristen… aber das sind wir auf unserem Weg zum Kap gewöhnt.